Dieser Artikel erläutert, wie man effektive Anweisungen in CoVet schreibt, auch als „Prompt“ bezeichnet.
Dies ist hilfreich, wenn Sie entweder eine anpassbare Vorlage erstellen oder Anpassungsanweisungen nutzen möchten – zwei zentrale Funktionen, um CoVet an Ihren persönlichen Stil anzupassen.
Was sind Anpassbare Vorlagen und Anpassungsanweisungen?
Vorlagen sind im Wesentlichen Anweisungssätze, die CoVet sagen, wie ein Dokument formatiert und ausgegeben werden soll. Unterschiedliche Vorlagen erzeugen unterschiedliche Dokumente, auch wenn dieselben Ausgangsdaten genutzt werden. Beispiel: Eine Vorlage erstellt eine SOAP-Aufzeichnung, eine andere ein E-Mail-Dokument an den Kunden.
- Anpassbare Vorlagen sind Vorlagen, die Sie selbst von Grund auf erstellen können. Sie können jede Art von Dokument erzeugen, die Sie möchten – der Kreativität sind kaum Grenzen gesetzt.
- Anpassungsanweisungen sind kürzere Anweisungen, die auf einer bestehenden Vorlage aufsetzen und deren interne Anweisungen überschreiben oder ergänzen. Mit ihnen können Sie CoVet sagen: „Erstelle alles wie gewohnt, aber ändere dies, das oder jenes.“ Anpassungsanweisungen können entweder für eine einzelne Vorlage oder kontoweit gesetzt werden, um alle Vorlagen zu beeinflussen.
Die Grundprinzipien für gute Vorlagen und gute Anpassungsanweisungen sind sehr ähnlich.
Zusätzlich zu einer Übersicht haben wir dieses Dokument mit Informationen zur Formatierung und konkreten Praxisbeispielen gefüllt, die Ihnen hoffentlich als Inspirationsquelle nützlich sein werden.
Elemente einer guten Anweisung / eines guten Prompts
Ziele und Zweck:
Definieren Sie, warum das Dokument erstellt wird und welches Ergebnis Sie erwarten.
Tone, Perspective, and Audience Specification:
Legen Sie Stil, Stimme, Sichtweise und Zielgruppe fest, um Sprache und Komplexität anzupassen.
Kontextinformationen:
Stellen Sie Hintergrundinformationen und situative Faktoren bereit, die die Inhaltserstellung beeinflussen.
Formatierungsanweisungen:
Beschreiben Sie, wie der Inhalt strukturiert werden soll, inklusive Layout und visueller Darstellung.
Inhaltliche Anweisungen:
Geben Sie spezifische Hinweise, welche Informationen in welchen Abschnitten oder Elementen enthalten sein sollen.
Interaktivität und Abhängigkeiten:
Schließen Sie bedingte Logik ein und geben Sie Beziehungen zwischen Abschnitten oder Elementen an.
Formatierung und Sonderzeichen
Die richtige Verwendung von Sonderzeichen sorgt für klar strukturierte und visuell ansprechende Dokumente.
Dies gilt insbesondere für den Inhalt der Vorlagenabschnitte, also die Bereiche, in denen Sie die Dokumentstruktur definieren.
1) Eckige Klammern:
Verwenden Sie [Beispieltext] zur Kennzeichnung von Platzhaltern oder Standardtexten, die später durch konkrete Eingaben ersetzt werden.
2) Markdown-Syntax:
- Fett: **Beispiel** (setzen Sie ihn zwischen doppelte Sternchen)
- Kursiv: *Beispiel* (setzen Sie ihn zwischen einfache Sternchen)
- Überschriften: Verwenden Sie Hashtags gefolgt von einem Leerzeichen, um Überschriften zu erstellen.
- # Überschrift groß
- ## Überschrift mittel
- ### ### Überschrift klein
Diese Regeln helfen, Inhalte professionell und nutzerfreundlich zu strukturieren.
Anwendung in Anpassungsanweisungen:
Wie oben beschrieben, lassen sich Sonderzeichen und Formatierungen am besten direkt im Hauptteil jedes Vorlagenabschnitts platzieren. Auf diese Weise ist die Formatierung fest in die Struktur des erstellten Dokuments integriert.
Sie können diese Sonderzeichen jedoch auch in Ihren Anweisungen verwenden, entweder in den Anweisungen zu Vorlagenabschnitten oder in einer eigenen Anweisung, die auf einer bestehenden Vorlage aufbaut. Beim Verfassen dieser Anweisungen können Sie auf Formatierungselemente wie Hashtags und Sternchen verweisen, um das Layout und die Struktur der finalen Ausgabe gezielt zu steuern.
Wenn Sie beispielsweise eine Problemliste strukturieren und jedes einzelne Problem hervorheben möchten, könnten Sie eine Anweisung wie diese verwenden: „Organisieren Sie die Problemliste, indem Sie jeden Eintrag mit Medizinisches Problem kennzeichnen, gefolgt von der Problembeschreibung (z. B. Medizinisches Problem: [Hier Problembeschreibung einfügen]).“
Diese Anweisung weist die KI von CoVet an, jeden Problemeintrag mit einer fett formatierten Überschrift darzustellen. Dadurch erhält das finale Dokument eine klare, übersichtliche Struktur. Durch den gezielten Einsatz dieser Möglichkeiten können Sie eigene Anweisungen erstellen, die präzise, visuell strukturierte Ausgaben erzeugen und genau auf Ihre Anforderungen zugeschnitten sind.
Beispiel: Anpassbare Vorlage – Emotionales Patientenprotokoll
Ziel
Erstellen Sie ein medizinisch detailliertes, emotionales Patientenprotokoll, das Verhalten und emotionale Reaktionen des Tieres erfasst.
Der Bericht sollte klinisch detailliert, aber dennoch prägnant sein. Achten Sie darauf, alle während der Konsultation erwähnten Details aufzunehmen, die für das Verhalten und die Emotionen des Patienten relevant sind.
Ein Tierarzt könnte während des Besuchs auf FAS oder einen FAS-Score Bezug nehmen – beides ist wichtig. FAS steht für Fear, Anxiety and Stress (Angst, Sorge und Stress). In der Regel wird dies auf einer Skala von 0/5 bis 5/5 dokumentiert (z. B. „FAS 1/5“, „FAS 3/5“, „FAS 5/5“ usw.). Nachfolgend finden Sie weitere Informationen zu dieser Skala:
FAS 0/5 – Entspannt.
FAS 0–1/5 – Aufmerksam/interessiert. Möglicherweise leichte Angst.
FAS 0–1/5 – Wach/aufgeregt. Möglicherweise leichte Angst.
FAS 0–1/5 – Leichte Anzeichen von Angst.
FAS 2/5 – Mäßige Anzeichen von Angst.
FAS 3/5 – Mäßige Anzeichen von Angst, etwas stärker ausgeprägt als FAS 2.
FAS 4/5 – Starke Angst. Der Patient befindet sich im Flucht-, Erstarrungs- oder „Unruhe“-Modus.
FAS 5/5 – Starke Angst. Der Patient ist im Kampfmodus und zeigt offensive oder defensive Aggression.
Abschnitt 1 – Inhalt
**FAS-Score:**
[Hier FAS-Score einfügen]
**Notizen vom heutigen Besuch:**
[Hier Notizen einfügen]
**Prä-Visit-Medikamente & Interventionen:**
[Hier Informationen zu Medikamenten/Interventionen einfügen]
**Vorlieben:**
[Hier Vorlieben einfügen]
**Auslöser:**
[Hier Auslöser einfügen]
**Bevorzugte Ablenkungstechniken:**
[Hier Ablenkungstechniken einfügen]
**Bevorzugter Untersuchungsort:**
[Hier Ort einfügen]
**Hilfsmittel zur Verhaltenskontrolle:**
[Hier Hilfsmittel einfügen]
Abschnitt 1 – Anweisungen
In diesem Bereich sollten Sie eine umfassende Beschreibung des emotionalen Zustands/der Reaktionen und des Verhaltens des Patienten während der Untersuchung festhalten. Dies sollte ein Spektrum von emotionalen Reaktionen umfassen, von ruhig und sozial bis hin zu ängstlich und furchtsam. Achten Sie darauf, wie der Patient mit dem Praxisteam interagiert und welche Körpersprache er zeigt. Notieren Sie insbesondere, ob der Patient freundlich, sozial, entspannt ist und aktiv Aufmerksamkeit oder Leckerlis von Teammitgliedern einfordert, oder ob er Anzeichen von Angst, Sorge oder Stress zeigt.
Ordnen Sie diese Informationen unter den folgenden Überschriften ein:
FAS-Score:
- In diesem Bereich sollten Sie den FAS-Score des Patienten dokumentieren. FAS steht für Fear, Anxiety and Stress (Angst, Sorge und Stress). Er wird in der Regel auf einer Skala von 0/5 bis 5/5 angegeben (z. B. „FAS 1/5“, „FAS 3/5“, „FAS 5/5“).
- Wenn ein Tierarzt einen numerischen FAS-Score angibt, listen Sie stets diesen Wert auf.
- Gibt der Tierarzt keinen spezifischen Wert an, schätzen Sie anhand der Anweisungen im Template, welcher Wert am besten passt.
- Es ist zulässig, einen Wertebereich zu notieren, wenn der Patient während der Untersuchung variiert oder zwischen Zuständen liegt (z. B. „FAS 0–1/5“ für einen Patienten, der leicht ängstlich ist und zwischen FAS 0 und FAS 1 liegt).
Notizen aus dem heutigen Besuch:
Fassen Sie zusammen, wie sich der Patient während der heutigen Konsultation speziell in Bezug auf Verhalten, Angst, Sorge und/oder Stress gezeigt hat. Kommentare zum medizinischen Gesamtkontext sind nur nötig, wenn sie direkt das Verhalten betreffen.
Seien Sie spezifisch: Beschreiben Sie das Verhalten vor der Handhabung (z. B. wenn der Tierarzt den Patienten aus der Distanz beobachtet) sowie die Reaktion auf die Handhabung oder andere Vorkommnisse. Das Verhalten kann je nach Kontext stark variieren. Notieren Sie außerdem, ob der Tierarzt festgestellt hat, dass der Patient spezielle Einschränkungen bei der Handhabung oder medizinischen Versorgung hat.
Voruntersuchungs-Medikamente & andere Interventionen:
Dokumentieren Sie Informationen über vor dem Termin verabreichte Medikamente (auch PVPs genannt) oder Sedativa. Notieren Sie den Zeitpunkt der Gabe und bewerten Sie, wie effektiv diese Medikamente Angst, Sorge oder Stress des Patienten gelindert haben. Geben Sie an, ob die Interventionen effektiv, teilweise effektiv oder nicht effektiv waren.
Notieren Sie zudem Informationen über andere beruhigende Maßnahmen. Beispiele hierfür sind, aber nicht beschränkt auf: Medikamente gegen Reisekrankheit, Sedierung in der Praxis/injektionell, Schmerzmittel, Pheromone (z. B. Adaptil oder Feliway), Kompressionsbekleidung (z. B. Thundershirt), beruhigende Musik usw.
Vorlieben:
- Listen Sie hier in Stichpunkten auf, was der Patient mag (d. h. Dinge, die Angst, Sorge oder Stress reduzieren).
- Beispiele: bestimmte Handhabungstechniken, Nähe zu bestimmten Personen, bestimmte Spielzeuge oder Leckerlis.
Auslöser:
- Listen Sie hier in Stichpunkten Dinge auf, die Angst, Sorge oder Stress beim Patienten auslösen (verschlechtern). Dies sind ausschließlich Verhaltensauslöser, nicht andere medizinische Auslöser.
- Beispiele: bestimmte Handhabungstechniken, Nähe zu bestimmten Personen, laute Geräusche, plötzliche Bewegungen, spezielle Instrumente oder Geräte. Kommentieren Sie, welche Auslöser für die heutige Untersuchung relevant waren.
Bevorzugte Ablenkungstechniken:
- Listen Sie hier stichpunktartig Methoden auf, die den Patienten während der Untersuchung effektiv ablenken.
- Bei vielen Patienten sind Futter oder Leckerlis effektive Ablenkungen. Notieren Sie, ob der Patient während der Untersuchung Leckerlis annimmt – dies kann ein Zeichen für Komfort und Entspannung sein. Achten Sie darauf, zwischen Leckerlis in der Untersuchung und den üblichen Futtergewohnheiten zu Hause zu unterscheiden. Notieren Sie, wenn der Patient eine besondere Präferenz für eine Leckerliart zeigt.
- Alternativ können andere Ablenkungstechniken wirksamer sein, z. B. bestimmte Spielzeuge, Spiele, Trainingskommandos, Kratzen, Streicheln, Fellpflege oder Bürsten.
Bevorzugter Untersuchungsort:
- Notieren Sie, wo und in welchem Bereich sich der Patient für die Untersuchung am besten verhält. Dies ist meist ein Ort im Untersuchungsraum (z. B. auf dem Tisch, auf dem Boden, in den Armen des Besitzers).
Hilfsmittel für Verhaltensmanagement:
- Dokumentieren Sie alle Hilfsmittel oder Werkzeuge, die für eine sanfte Handhabung des Patienten verwendet wurden. Beispiele: Handtücher, Decken, Maulkörbe (bitte Art angeben: Stoff- oder Korbmaulkorb), Katzenmasken, Beruhigungsmützen usw.
Beispiele für Anpassungsanweisungen
Subjektiver Abschnitt als Fließtext
- Schreibe den gesamten Abschnitt als Fließtext, ohne Labels oder Aufzählungen.
- Fasse die Anamnese aus Sicht des Besitzers zusammen, ohne tierärztliche Beurteilungen.
- Text aus tierärztlicher Sicht, keine Formulierungen wie „der Tierarzt“.
Herzliche Kundenansprache
Formatieren Sie den Inhalt des Zusammenfassungsabschnitts am Anfang dieses Dokuments als eine persönliche, herzliche Nachricht, die aus der Perspektive der Tierärztin bzw. des Tierarztes direkt an den Tierhalter gerichtet ist. Wenn es dem Tier insgesamt gut geht und nur kleinere gesundheitliche Themen besprochen wurden, darf der Ton freundlich und locker sein, um eine gute Beziehung zum Tierhalter aufzubauen. Wenn in der Nachricht jedoch schwerwiegende gesundheitliche Befunde thematisiert werden, die den Tierhalter beunruhigen könnten, sollte ein sachlicher und professioneller Ton gewählt werden.
Beginnen Sie mit einer persönlichen Anrede und sprechen Sie den Tierhalter mit seinem Vornamen an. Eröffnen Sie die Nachricht mit einer warmen Bemerkung darüber, wie angenehm das Gespräch war oder wie sehr Sie den Besuch in der Praxis schätzen. Wann immer möglich, greifen Sie konkrete Aspekte der heutigen Konsultation auf. War es zum Beispiel ein sehr verschneiter Tag, könnte ein Einstieg lauten: „Vielen Dank, dass Sie trotz des Schnees mit [Patientenname] in die Praxis gekommen sind.“ Beenden Sie diesen Abschnitt mit einem freundlichen, unterstützenden Abschlusssatz. Stellen Sie sicher, dass sich der Tierhalter mit seinen während der Konsultation geäußerten Anliegen ernst genommen fühlt und dass klar wird, dass Sie und das gesamte Praxisteam auch weiterhin zur Unterstützung zur Verfügung stehen, falls sich der Gesundheitszustand nicht wie erwartet entwickelt. Schließen Sie die Nachricht mit einer Signatur der Tierärztin bzw. des Tierarztes ab. Verwenden Sie hierfür [Nutzername] und [Praxisname], sofern diese Informationen verfügbar sind. Ist [Praxisname] nicht vorhanden, lassen Sie diese Zeile im finalen Dokument einfach weg.
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